Vernunft

Politik

Ganz im Kleinen angefragt, muss der Mensch als oberstes Glied der Nahrungskette alles fressen?
Im Nachbarschaftlichen, muss ich dem andern Licht und Luft streitig machen?
Im Alltag, muss ich Kollegen bekämpfen, Konkurrenten schädigen, bei Verträgen schummeln, Wähler verführen?
Ganz im Großen angefragt, muss ich Regierungen kaufen, unterwandern oder stürzen?
Und wenn das nicht hilft, muss ich dann bomben und töten?

Die Erfahrung lehrt, es gibt Interessen, die auf Gegeninteressen stoßen. Ein Gegeneinander wird weg verhandelt. Bei einem Miteinander profitieren alle – mehr oder weniger – es kommt jedenfalls zu keinem Schaden.

Es gibt auch Interessen, wo nicht verhandelt werden kann. Das sind die, die unberücksichtigt zu Katastrophen führen, im Kleinen wie im Großen.

Was könnte für eine Verhandlung nach einem Monat Ukraine zerstören, Menschen töten, verletzen und vertreiben von wem für welche Parteien angeboten werden?

Auf meinem Tisch läge: Kein Gesichtsverlust, keine Schuldzuweisung und Partnerschaft. Weltweites Ende der Aufrüstung zugunsten von nachhaltiger Entwicklung (z.B. Russland, Nordkorea, Sahel) und Wiederaufbau (z.B. Syrien, Irak, Georgien). Ende von NATO. Gemeinsames Europa in Europa.

Und weltweit die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) umsetzen. Dies ist schon seit 2016 ein globaler Plan zur Förderung nachhaltigen Friedens und Wohlstands und zum Schutz unseres Planeten. Eine gemeinsame Vision zur Bekämpfung der Armut und Reduzierung von Ungleichheiten.

Schreibe einen Kommentar