
Zusatzsteuern
Text hier erstmals veröffentlicht am 11.11.2015, heute immer noch gültig:
Als Friedrich der Große den Siebenjährigen Krieg gewonnen hatte, war Preußen total pleite. Das hätte die Gegner ermutigen können, weiter Krieg zu führen. Also musste der Welt gezeigt werden, wie leistungsfähig Preußen immer noch ist. Dazu wurde in nur sechs Jahren das Neue Palais (Fritz selbst nannte es Angeberei, Prahlerei) gebaut. Zur Finanzierung holte er sich Finanzberater, die 14 neuartige Steuern dem Volk zusätzlich aufbürderten. Anders geht es nicht, denn die kommenden Belastungen dürfen Deutschland nicht von der Haushaltskonsolidierung abhalten und zu neuen Schulden führen. Neue zusätzliche Steuern sind einzuführen. Nicht neu, aber schon gelegentlich probiert und auf jeden Fall zusätzlich ist die Zufallsgewinnsteuer auf Vermögenszuwächse, die ohne Leistung der Gewinnbezieher entstehen. Zu nennen wäre 2 Eurocent auf jede E-Mail, (Focus Sept. 2013: 2,4 Milliarden E-Mails/Minute weltweit, davon 75% SPAM), denn wenn die E-Mail notwendig ist, werden 62 Eurocent Briefporto gespart (1.1.16: 70 Eurocent). Ist die E-Mail nur Spam, verschwindet Spam automatisch. Diese Steueridee geht auf Clemens Scholz von 2004 zurück. Verwendet werden kann das Einkommen für die 15 Milliarden, die unser Sozialstaat in 2015 zusätzlich (1.1.16: ??) aufbringen muss.
Kommentar bitte an zusatzsteuern att huscholz punkt de
2 comments
Steuergerechtigkeit wäre auch nicht zu verachten. Hundertmal mehr als der Flüchtlingsstrom kostet die Steuerflucht. Berliner haben Gelegenheit, am 26.11.15 im Regenbogenkino, Lausitzerstraße 22, 19:30h, den Film „The Price We Pay“ zu sehen. Der Film enthüllt, wie Multis und Superreiche mit Hilfe eines weltweiten Steueroasen-Netzes die Grundlagen demokratischer Staaten untergraben und die Finanzierung der sozialen Dienste der Mittelklasse und den Armen überlassen. In Englisch. Hinterher Filmgespräch mit dem Regisseur Harold Crooks.
Ergänzung zum Kommentar oben November 11, 2015: „The Price We Pay“ nicht verwechseln mit dem gleichnamigen Film „The Price We Pay (2022) – Film: After a pawn shop robbery goes askew, two criminals take refuge at a remote farmhouse to try to let the heat die down, but find something much more menacing.“ , sondern hier 2014, Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=nqoo4n7fnkU.